Die 17-jährige Lene ist krank. Auch wenn sie das eigentlich anders sieht. Auf Geheiß ihrer Mutter begibt sie sich in eine Psychiatrie, wo sie stationär behandelt wird. Was Lene als gesunden und selbstbestimmten Lebens- und Ernährungsstil empfindet, bekommt hier das Etikett „Magersucht“ aufgedrückt. Anstatt wie bisher ihr Gewicht durch exzessives Sporttreiben und einen radikalen Diätplan zu verringern, wird sie nun „gemästet wie eine Prachtsau“. Dafür sorgt in erster Linie die Esstherapeutin, in dem sie Lene nötigt, die für jeden Patienten penibel kalkulierte Kalorienmenge auch bis zum letzten Gramm Fett einzunehmen. Mit ihrem autoritärem Habitus weiß sie sogar Lenes Widerstand zu brechen. Beim Blick in den Spiegel erkennen wir jedoch schnell, dass Lene täglich unglücklicher wird. Da hilft nur die Flucht in ihre Fantasiewelt, in der Lene ihren verhassten menschlichen Körper endlich abstreifen kann und sich stattdessen in ihr Lieblingstier, eine Katze, verwandelt. Nur die Kunsttherapeutin scheint dafür Verständnis zu haben und ermuntert Lene dazu, „sich mal alles von der Seele zu malen“. So entsteht auch das Sonnenblumenbild, das Lenes Mutter zu dem Rat veranlasst, sie solle sich nur ja kein Ohr abschneiden. Während sich Lene den meisten ihrer Mitpatienten entzieht, lernt sie in Paul einen schüchternen Außenseiter kennen, den sie auf Anhieb mag. Als Binge Eater ist Paul ebenfalls an einer Essstörung erkrankt, die jedoch einen physischen Gegenpol zu Lenes Magersucht darstellt. Trotz ihrer Gegensätze sind Paul und Lene Verbündete im Geiste ihrer Fantasie. Doch diese Allianz findet ein jähes Ende, als Lene Paul bei einem Essanfall überrascht. Erst ihre Erfahrung mit der Körpertherapie verhilft Lene zu einem tieferen Verständnis ihrer Krankheit, doch bis zum ersten Bissen von ihrem Lieblingskuchen scheint es noch ein weiter Weg zu sein.
Diagnose Magersucht: Die 17-jährige Lene landet in der Psychiatrie, und das, obwohl sie endlich einen Weg gefunden hat, sich stark zu fühlen. Auf Kontrolle folgt Ohnmacht. Doch
was kommt danach?
„Da unten wohnen die Schatten“ handelt von der Suche nach einer neuen Wirklichkeit. Und wohin das führen kann.
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